400 Hockey-Fans sahen am Sonntagabend im Wattener Alpenstadion in einem spannenden und hochklassigen Landesliga-Schlager einen 2:4 -Erfolg (1:1; 0:1; 1:2) für die Gäste aus Hohenems.

Das war Hockey vom Feinsten, jedoch mit einem Schönheitsfehler. Die drei Punkte gehen ins Ländle, zum für viele Experten größten Meisterschaftsfavoriten in diesem Winter. Die Lindner-Truppe spielte exzellent, clever und abgebrüht. Aber auch unsere Pinguine hielten mächtig dagegen. Am Ende waren es Nuancen, die entscheidend über Sieg und Niederlage waren.

Zum Spielverlauf:

Nach drei Minuten steht´s bereits 1:1. Philipp Winzig erzielt das 0:1, Daniel Frischmann antwortet 37 Sekunden später mit dem Ausgleich. In weiterer Folge Chancen hüben wie drüben, aber beide Goalies – Simair und Fritz - erwischen einen Glanzabend. Tempohockey von beiden Teams lassen die Zuschauer des Öfteren mit der Zunge schnalzen und mit Beifall beklatschen. Im zweiten Abschnitt dasselbe Bild, enormer Einsatz und Laufbereitschaft aller Akteure, nur vor dem Tor ist die Lindner-Truppe konsequenter – 1:2 durch Goalgetter Johannes Hehle nach 40 Minuten. Noch einmal volles Risiko unserer Jungs im Schlussabschnitt, das auch belohnt wird. Valentin Schennach gelingt der vielumjubelte Ausgleich zum 2:2. Postwendend leider die neuerliche Führung für die Gäste. Eine unnötige Spielerei hinter dem Tor, die Strafe folgt prompt – 2:3 durch Roman Scheiber.

Coach Gerhard Puschnik nimmt ein Timeout, geht vollstes Risiko, holt Goalie Simair vom Eis, Chancen zum Ausgleich werden leider nicht genützt. So kommt es wie es kommen muss – mit der Schlusssirene stellt Thomas Auer auf 2:4, er braucht nur noch das verwaiste Tor zu treffen.

Fazit: Auf diese Weise kann man ein Spiel verlieren. Wenn jeder alles gibt und bis zur Schlusssirene fightet, wird das auch vom Zuschauer verziehen. Die jungen Wilden lernen von Spiel zu Spiel dazu, das körperbetonte Spiel und die taktischen Finessen werden konstant verbessert. Headcoch Gerhard Puschnik weiß genau, wo der Hebel anzusetzen ist.

Alpenstadion Wattens: 400 Zuschauer

Pauschallob für beide Mannschaften, herausragend die Torhüter Marco Simair mit einer Fangquote von 88,5 % und Mathias Fritz mit 95,1 %.

 

 

Spiel Hohenems